Ach ja, Christian Wulff. Der (Noch-) Bundespräsident ist auch Wochen nach bekannt werden seiner Kredit- und Medienaffäre immer noch Gegenstand jeder Nachrichtensendung. Wie in einem Schneeballsystem werden immer neue Missstände aufgedeckt- auch weil verbissen danach gesucht wird. Natürlich ist Christian Wulff selbst schuld, kann man sein Krisenmanagement doch nicht anders als katastrophal bezeichnen.

"Ich hab nix gemacht!"
Aber will der Präsident wirklich seine Fehler eingestehen und aufarbeiten? Ganz klar nein! Wie auch schon hier auf leuas.net zu lesen, stilisiert sich das Staatsoberhaupt lieber zum Opfer. Genau dieses Verhalten macht Wulff so unerträglich! Wie einst zu Guttenberg lebt er in seiner eigenen Realität und fordert von anderen ein Verhalten ein, dass er selbst nicht an den Tag legen mag: er lügt und bricht Versprechen und lebt ganz nach dem Motto: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“.
Nur sind Sie lieber Christian Wulff eben nicht Kaiser Franz, sondern der Bundespräsident Deutschlands- Sie müssen sich an Ihren Worten messen lassen! „Der Staat muss sich Politiker erlauben, die finanziell in der Lage sind, Autos und Reisen selber bezahlen können!“ Genauso ist es lieber Herr Wulff! Deutsche Politiker können sich das leisten, aber warum tun Sie es dann nicht? „Was privat ist, muss privat gezahlt werden.“ Richtig, aber was man von anderen einfordert muss man auch selbst vorleben!
„Wir dürfen nicht in die missliche Lage kommen, dass wir die neuesten Details aus den Medien erfahren.“ Nein, man darf als Bundespräsident nicht einmal im Traum daran denken, die Pressefreiheit in solch einer Art einschränken zu wollen, wie Sie es wohl getan haben! Haben Sie nicht? Dann geben Sie endlich den Wortlaut Ihrer Telefonate frei! Oder haben Sie etwas zu verbergen?
Wulffs Salamitaktik ist unerträglich und ist nicht nur ein Problem der Kanzlerin, sondern wird auch immer mehr zu einem Problem der Bundesrepublik Deutschland. Oder wie es Christian Wulff einst so schön sagte: „Es ist tragisch, dass Deutschland in dieser schwierigen Zeit keinen unbefangenen Bundespräsidenten hat, der seine Stimme mit Autorität erheben kann.“ Wenigstens in diesem Punkt, bin ich ganz seiner Meinung!

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