Was viele nicht wissen, der Medienkonzern „Weltbild“ ist tatsächlich Deutschlands größter Buchhändler. Was wahrscheinlich noch viel weniger wissen: er gehört zu 100% der katholischen Kirche. Soweit so gut, wäre da nicht dieser kleine Makel…
Seit die Internetplattform „Buchreport“ Mitte Oktober berichtete, dass die päpstliche Verlagsgruppe am Verkauf erotischer Literatur kräftig mitverdient, brodelt es unter dem Kirchendach. Doch die Bischöfe wissen nicht erst seit diesem Artikel von diesem „Skandal“. Vielmehr gründete sich 2008 schon eine Initiative namens „Katholisches! Weltbild“ die in einer umfassenden Dokumentation auf die Verbreitung „schmutziger“ Inhalte über den Weltbild-Verlag aufmerksam machte.

Katholische Schriften im Weltbild Onlineshop
Aber die katholische Kirche wäre nicht sie selbst wenn sie nicht umgehend, auf ihrer ganz eigenen Art, reagiert hätte: Schweigen und überhebliche Arroganz. So erhielt die oben beschriebene Initiative im Juni 2008 einen Antwortbrief in dem es unter anderem heißt: „Sie und die in der Anlage genannte Initiative ‚Katholisches! Weltbild’ haben verdienstvoller Weise mit viel Mühe alles Unkraut aufgestöbert. Als Priester, dem die Glaubwürdigkeit eines kirchlichen Unternehmens sehr wohl auch ein großes Anliegen ist, fällt es mir schwer, alle Energie ausschließlich darauf zu verwenden, noch das letzte Unkraut auszureißen, selbst wenn ich dabei wissentlich Gefahr laufe, den Weizen im Acker – zu vernichten. Und aus meiner und sicher auch Ihrer Kenntnis des Unternehmens wäre ich dankbar, wenn ich mit ebenso großem Engagement Bestätigung und Anerkennung erführe für den vielen Weizen, der beispiellos über ‚Weltbild’ unter das Volk gestreut wird.“
Heißt im Klartext: Schön, dass ihr euch so sorgt, aber wir verkaufen weiter Bücher mit so christlichen Titeln wie „Anwaltshure“ oder „Schlampen-Internat“! Für gläubige Christen mag es ein handfester Skandal sein, dass ihre Kirche erotische, esoterische oder gewaltverherrlichende Schriften vertreibt. Für mich ist es nur ein weiterer Beweis der Verlogenheit der „Institution“ Kirche. Die katholische Kirche ist doch im Grunde ein Unternehmen, dass wie alle anderen auch, darauf besinnt ist einen möglichst großen Umsatz zu erzielen. Oder anders ausgedrückt, man sollte die Kirche für ihr neues Weltbild loben: Sex sells!
Eine Kirche, die den Gebrauch von Kondomen verteufelt, Sex mit Kindern ab 12 Jahren erlaubt und Pornographie verkauft? Was würde wohl Jesus dazu sagen?

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