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Migranten oder wo ist das Problem?

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Migranten. Schon das Wort bereitet mir Unbehagen. Nicht die damit Bezeichneten, sondern die Entmenschlichung die mitschwingt, die Reduktion auf ein Problem. Ich sehe darin den ersten Schritt zur „Problemlösung“ nach Zahlen, oder wer erfindet die beste Statistik. Aber es geht um Menschen! Nicht um den Wirkungsgrad wirtschaftlicher Faktoren – auch wenn ich mich des Eindrucks nicht erwehren kann, dass zumindest im Merkel-ismus das genau so gesehen wird.

Gleichzeitig habe ich selbst ein erhebliches Problem mich zu dem Thema zu äußern. Es ist schon wieder viel zu sehr von Leuten belegt, die damit nur eines „am Hut“ haben: Politik jener Art, die sich SPÄTESTENS mit dem NS Un-Staat endgültig selbst erledigt haben sollte – sofern der Mensch überhaupt zum Lernen aus der Geschichte fähig ist. Aber das war, ist nur möglich, da die Demokraten, Ethiker, Kirchen und Gewerkschaften diesen Wirklichkeitsaspekt ausgeblendet haben. Leider auch ich. Unabhängig davon ob Sarrazin mit seinen „Thesen“ das Thema angemessen beleuchtet oder nicht, er hat es wenigstens getan – und ich halte ihn durchaus für einen Demokraten.

Migrant? Was stellst du dir darunter von? Welche Assoziation verbindest du damit? Ist darin irgendetwas Positives? Verbindest du damit konkrete Menschen, persönliche Erfahrungen?

Ich auf jeden Fall nicht. Es sind allenfalls Fernsehbilder, Schlagzeilen und eine nebulose Problemwahrnehmung. Mit Menschen hat das wenig zu tun. Erst in der rationalen Reflektion, wenn man beginnt eigene Erfahrungen damit zu assoziieren wird daraus etwas konkretes, erhält die Floskel „Gesichter“, Mitmenschlichkeit. Und ich spekuliere einmal, dass es dir ähnlich geht.

Ja es geht um Menschen. Und wie überall gibt es unter gebürtigen Ausländern solche und solche. Es hat nichts mit dem Typus „Migrant“ zu tun. Sondern dass sie nicht besser, nicht schlechter, nicht dümmer, nicht schlauer sind als wir. Bei uns geborene und aufgewachsene „Migranten-Kinder“-. Das sind einfach Deutsche. Das ist einfach so. Sie sind genauso Deutsche, wie einst die deutschen Auswanderer nach Amerika. Um das zu begreifen benötigt man keine sonderliche ethische Kompetenz, sondern lediglich ein Mindestmaß an Einsichtsfähigkeit: Es gibt gar keine andere Möglichkeit! Jeder sonstige Ansatz führt nur zu einem: Hass und Tod – was wir deutsche der ganzen Welt bewiesen haben.

Also worum geht es dann? Was ist das Problem?

Ich sehe zunächst da zunächst die Einwanderungspraxis. Also die Frage, wer darf Einwandern? Soll jeder der möchte und etwa nicht vorbestraft ist einwandern dürfen? Oder nur die, die wirtschaftlich nützlich scheinen – was stets (wie einst bei den Gastarbeitern, die tatkräftig beim Wirtschaftswunder mitgewirkt haben) ein zeitlich eng begrenzte Perspektive ist?

Ich gestehe hierauf keine Patent-Antwort zu haben. Jedoch haben solche Leute auf jeden Fall ein Recht auf Zukunft in dem Land das sie „ruft“. Auf der anderen Seite steht die Frage, ist unsere Gesellschaft als Ganzes überhaupt dazu fähig gebürtige Ausländer jenseits einer konkreten Wirtschaftstätigkeit zu integrieren oder zumindest zu akzeptieren? Wenn ja in welchem Ausmaß?

Heute wird von denen, die sich als Intellektuelle sehen oder zumindest als „modern“ diese Frage gar nicht gestellt. Mehr sie meinen das Recht zu haben, diese Diskussion zu verweigern. Wieso? Sie haben etwas von Globalisierung gehört. Ein schickes Wort. Seine Bedeutung jedoch, wie ich meine, völlig falsch verstanden. Denn es bedeutet nicht, dass jeder überall hin kann und einfach so machen, als wäre er „Zuhause“. Das ist, mit Verlaub, so blödsinnig wie einst die Mär von Marks und Lenin, dass Eigentum unsozial wäre; es hat sich gezeigt, das Gegenteil ist der Fall! – was sich nicht nur in Armut und Verelendung manifestiert hat, sondern auch durch hunderttausende, wenn nicht Millionen Tote. Solche verballhornte Vorstellungen von Globalisierung bedeuten lediglich den Verlust des Respekts vor Menschen anderer Kultur-, Moral- und Gesellschaftsvorstellungen. Es bedeutet einen Radikalismus, den man nur mit der der Scharia oder dem christlichen „Heiligen Krieg“ vergleichen kann. Denn wo ist der Unterschied zwischen dem Verbot einer bestimmten Vorstellung und gänzlicher Missachtung einer Vorstellung durch Ignoranz? Ich meine: es gibt keinen!

Schlimmer noch. Was haben diese „Modernen“ als Ersatz an zu bieten? Nichts als den Aufruf zum gesetzlich geregelten Nazismus! Ein Fall in die trübe, schale und schlaffe „Lust“ der Seidenbett-Onanie. Ein Wursteln im Akuten, Perspektiv, Zukunftsfrei; Letztlich ohne Hoffnung, ohne Begründung, ein Bewusstsein ohne Bewusstheit. Ja und genau aus diesem Grund ist es kein Zufall, dass Menschen zunehmend zu extremistischen Ansichten tendieren. Es kann auch gar nicht anders sein; denn ein Bewusstsein ohne „Letze Begründung“ (sei es nun christlich, buddhistisch, islamisch oder wie auch immer geprägt).ist Nihilismus pur und der Tod JEDER Kultur!

Was das andere Extrem betrifft, diese Rechten Idioten, die ihre persönliche Hilflosigkeit im Hass, und abstrusen Schuldzuweisungen ertränken – Sie haben sich längst selbst überlebt. Tote im denken, die es genau deshalb nicht einmal mehr merken können. Für sie kann nur eines gelten: unnachsichtige, strafrechtliche, konsequente Verfolgung! Zu diskutieren gibt es da nichts mehr. Viel zu viele Leichen begründen und verlangen dieses Vorgehen.

Was wir also zunächst benötigen ist für mich eine offene Diskussion darüber, in wie weit wir alle bereit sind uns als „Einwanderungsland“ zu öffnen. Wie gesagt als Ganzes. Nicht irgendwelche Idealvorstellungen die in irgendwelchen Köpfen herum spuken, die vielleicht schön oder auch nicht sein mögen, sondern in der Realität unserer Gesellschaft! Denn NICHTS wäre schlimmer uns alle als Gesamtheit zu überfordern. Die Folgen würden gerade die „Migranten“ zu tragen haben aber auch unsere Gesellschaft und letztlich das womit heute fast alles zu begründen zu sein scheint: die Wirtschaft.

Damit sind wir wieder bei der aktuellen Tagespolitik. Worin diese Schwarz-Gelbe Regierung kondensiert ist ihre Banalisierung in genau diesem Punkt. Einem verzetteln in Tagesaktualität ohne Zukunftsperspektive. Dazu gehört auch die Wirtschaftslage. Aber Frau Merkel nicht nur! Es reicht eben nicht sich durch zu lavieren. Es müssen unserer Gesellschaft angemessene Perspektiven eröffnet werden. Der gesamtgesellschaftliche Kontext kann nicht mit dem Tunnelblick der Ökonomie betrachtet werden. Für eine erfolgreiche VOLKSwirtschaft ist eine funktionierende Gesellschaft ZWINGEND.

Um dies politisch zu unterstützen reicht es nicht salbungsvolle Sprüche zu servieren; schon gar nicht auf der einen Seite das Bildungssystem, die Fördermittel „verkommen“ zu lassen, weg zu sparen und auf der anderen Seite ausländische Experten mit Prämien zu locken, weil bei uns (angeblich) die Fachkräfte fehlen. Und es kann in diesem Zusammenhang auch nicht angehen, jene Menschen zur Kasse zu bitten, „ein zu sparen“, die ohnehin wenig haben. Fördermittel zur Qualifizierung auch in diesem Bereich zu kürzen und damit den Menschen die Perspektive zu nehmen, die schon hier sind. Das kann nur (bestenfalls) zu Unverständnis führen und wenn der Merkel-ismus so weiter praktiziert wird zum Hass.

Es reicht auch nicht zu verkünden, dass unsere Wirtschaft im steten Aufschwung sei. Denn den Preis dafür zahlen alle Arbeitnehmer mit Löhnen die real (zumindest) nicht steigen – abgesehen von Vorständen, Managern usw. die sich gerne mal etwas mehr gönnen – dem Zerfall des Berufs zu Jobs, die keine Familie mehr ernährt, Leiharbeitern die am untersten Ende der Lohnskala arbeiten müssen und einer Explosion der Mini-Jobs mit denen sich mit „Glück“ die Familien über Wasser halten können … Wirtschaft ist kein Selbstzweck und keine Gabe in der Gnade der Mächtigen Frau Merkel.

 

Entschuldigt, dass ich euch noch einige zentrale Aspekte die ich sehe in diesem Beitrag nicht offerieren kann. Aber ich werde es noch nachholen.

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