Die Katastrophe der diesjährigen Loveparade ist noch immer allgegenwärtig. Für die Betroffenen wird dies womöglich auch ein Leben lang der Fall sein. Für andere ist sie Anlass in idiotischer und inakzeptabler Art und Weise über die Sündigkeit dieser Veranstaltung zu sinnieren.
Zu den prominentesten Vertretern dieser Schwachmaten gehören ohne Zweifel Eva Herman und seit vergangenem Freitag auch der Salzburger Weihbischof Andreas Laun. Letzterer hat sich bei kath.net in für mich unglaublicher Art und Weise zu den Ereignissen in Duisburg geäußert.
Der Beginn seines „Klartextes“ „Loveparade, Sünde und die Strafe Gottes“ liest sich dabei noch so, wie man es von einem vernünftigen Menschen erwarten kann: „Kein Mensch kann ohne Erschütterung von dem Unglück in Duisburg hören und ohne Mitleid bleiben für die Toten und vor allem auch deren Eltern und andere Angehörigen!“ So ist es. Hätte er mal lieber seinen Stift nach diesem Satz bei Seite gelegt. Denn das, was er anschließend vom Stapel lässt, schlägt in die Hermansche Kerbe und ist nicht nur abseits jeglicher Mitmenschlichkeit sondern spiegelt auch das verstörte Bild der katholischen Kirche der heutigen Gesellschaft wieder!
Denn nach den ersten halbwegs vernünftigen Sätzen, stellt der Bischof unmissverständlich klar, was er wirklich denkt: „Das Mitleid mit den Opfern ist eine Sache, eine andere die Feststellung: „Love – Parade“ und Teilnahme an ihnen sind, abgesehen von ihrem abstoßenden Erscheinungsbild, objektiv eine Art Aufstand gegen die Schöpfung und gegen die Ordnung Gottes, sind Sünde und Einladung zur Sünde!“. Zwar sagt er nicht explizit, dass die Opfer die Rache Gottes spürten, allerdings kann man genau dies recht deutlich zwischen den Zeilen herauslesen!
Weiter heißt es in seinem Text: „Sie dürfen nicht schöngeredet werden als „harmloses Feiern“ netter junger Menschen! Dazu kommt: So falsch die konkrete, moralische Verurteilung der Toten ist und bleibt, wäre es doch auch höchste Zeit zu fragen, warum viele Menschen heute auf den Begriff „Strafe“ wie von der Tarantel gebissen reagieren!“ Mein lieber Herr Laun, wir reagieren nicht auf den Begriff „Strafe“ sondern auf die unglaubliche Art und Weise wie Leute wie Sie diesen Begriff mit der Katastrophe, die 21 Tote und 500 Verletzte forderte in Zusammenhang bringen wollen!
Das der werte Herr Katholik dann auch noch zu erklären versucht, dass Gott nicht aus Rache sondern aus Liebe straft verstärkt den verstörenden Eindruck den dieser Text beim Leser hinterlässt. Laun versäumt es nicht seine implizite Botschaft, dass die Teilnehmer selbst schuld seien, explizit zu unterstreichen.
Seit langem nun warte ich schon auf positive Meldungen aus dem Milieu der katholischen Kirche. So langsam habe ich meinen „Glauben“ daran jedoch aufgegeben…
Wer es sich antun möchte und diesen hirnrissigen Erguss des Weihbischofs in seiner vollständigen Schwachsinnigkeit lesen möchte kann dies hier tun.

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