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Baden-Württemberg: Innovation und texanische Verhältnisse

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Baden-Württemberg präsentiert sich ja gerne als modernes, offenes und innovatives Bundesland. Doch so ganz stimmt das nicht. Denn im achso offenen „Ländle“ werden Homosexuelle auch heute noch nicht allerorts als gleichberechtigt angesehen. Wer als gleichgeschlechtliches Paar im Land von Kässpätzle und Mercedes den Bund der Ehe schließen möchte, muss mitunter tief in die Tasche greifen. Für mich eine Unverschämtheit!

image 117423 galleryV9 fstw Baden Württemberg: Innovation und texanische VerhältnisseEine standesamtliche Hochzeit kostet überall in Deutschland, egal ob man nun hetero- oder homosexuell ist, 40€. Überall? Nein ein „kleines“ Bundesland wehrt sich dagegen! Wer als homosexuelles Paar in BaWü heiraten möchte, sollte sich den Ort der Eheschließung genaustens aussuchen. Denn je nachdem wo man sich das Ja-Wort gibt, variiert die Gebühr zwischen den normalen 40€ (Freiburg, Heidelberg, Mannheim, Ulm, Stuttgart) bis hin zu 150€ (Ludwigsburg) oder gar 166€ in Heidenheim. Wie kann es sein, dass man als schwules oder lesbisches Paar den vierfachen Preis bezahlen muss?

Möglich macht das die sogenannte „Länderöffnungsklausel“.  Diese Sonderregelung, die im vergangenen Jahr im Bundesrat beschlossen wurde, ermöglicht diese Diskriminierung. Denn nichts anderes ist dies! Dieser Meinung ist auch Landesgrünenchef Kühn: “Die Landesregierung darf homosexuelle Paare nicht länger in schmucklose Landratsamtshinterzimmer oder gar Kfz-Zulassungsstellen verbannen, um die Homo-Ehe zu schließen.” Genau! Ich schäme mich als Bürger dieses Bundeslandes, dass Homosexuelle auch heute noch so offensichtlich diskriminiert werden!

Die Landesregierung hingegen hält an ihrem antiquierten und verachtenden Weltbild fest. So sagte der werte Herr Ministerpräsident zum Christopher Street Day, „er habe ein Problem mit dem “frivolen, karnevalesken Zurschaustellen von sexuellen Neigungen, wie es bei dieser Veranstaltung geschieht”. Ähnlich abwertend äußert sich beispielsweise Hans-Ulrich Rülke, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion, „es sei der landespolitische Wille, deutlich zu machen, dass ein Unterschied zwischen heterosexuellen Ehen und homosexuellen eingetragenen Partnerschaften bestehe“. Ach ja? Meiner Meinung nach darf es aber keinen Unterschied geben! Wenn zwei Menschen sich lieben und sich entscheiden ihre Partnerschaft auf ein nächstes Level zu hieven, dann muss es egal sein ob sie homo- oder heterosexuell sind!

Baden-Württemberg: Wir können alles außer Hochdeutsch- und gleichgeschlechtliche Liebe akzeptieren. Traurig! Meine Meinung.

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