Endlich sehen auch die Herren (und Damen) in Berlin und den Landtagen ein, dass die millionenschweren „Dotationen“ des Staates an die Kirchen alles andere, nur nicht mehr zeitgemäß sind!
Über die Unglaublichkeit dieser staatlichen Zuschüsse habe ich ja bereits hier berichtet. Aus den Geldgeschenken Vater Staats werden die Gehälter von Bischöfen, Priestern und Vikaren bezahlt. Völlig unabhängig von der Kirchensteuer – und aus Steuergeldern. Das heißt im Klartext: selbst wenn ihr euch für ein Leben ohne die Institution Kirche entscheidet und aus ihr austretet, müsst ihr weiterhin fleißig für sie blechen!
Wer jetzt aber denkt, dass diese Absurdität der Grund für das plötzliche Umdenken der Politik ist, hat sich geschnitten! Vielmehr sucht man dringend nach Möglichkeiten den immensen (Staats-) Schuldenberg abzubauen. Diese Denkweise spiegelt sich auch in diversen Aussagen der Politiker wieder, wie zum Beispiel “In Zeiten der Schuldenbremse müssen auch diese Zahlungen auf den Prüfstand.” (Hubert Ulrich, saarländischer Grünen-Chef). Zwar ist es gut, dass diese überholte Regelung auf den Prüfstand kommt. Auf der anderen Seite ist es jedoch traurig, dass niemand vorher ernsthaft an diesen Verträgen zwischen Kirche und Staat gezweifelt hat…!
Wie auch immer, wichtig ist, dass diese dümmliche Regelung aufgehoben wird! Bis zu der von mir gewünschten Laizität ist es zwar noch ein weiter Weg (und ich hege meine Zweifel ob ich es noch erleben werde) aber Kürzungen- wenn auch nur um 10 bis 15%- sind immerhin schon einmal ein Schritt in die richtige Richtung! Schluss mit den Steuergeschenken an die Kirche!

Verwandte Artikel
Tags: Kirche, Staat, Steuergelder














