Die französische Nationalversammlung hat am Dienstag ein Gesetz beschlossen, das Frauen das Tragen von „Burka“ und „Nikab“ im öffentlichen Raum verbietet. Es werden zum Teil drastische Strafen vorgesehen. (Siehe auch: Burka und Sharia-Polizei).
Ich halte das für durchaus legitim; auch wenn es hier zu Lande sicher an Empörung nicht mangeln wird. Unter dem Motto: „Wie können die nur.“. Leider wird das Gesetz plakative Zustimmung von Leuten finden, auf die die Verfechter des Gesetzes (und ganz sicher ich) gerne verzichten würden. Mehr noch gerade diese Zustimmung von „Rechtsaußen“ lies mich zögern hier meine Meinung zu sagen. Auf der anderen Seite: diesem dümmlichen Haufen im Dunstkreis der Neonazis darf man solche Thema nicht als Futter für ihre Beschränktheit überlassen. Deshalb (siehe Verweis oben) zum nachlesen: Dieses Recht steht für mich jedem Land zu! So ist es auch durchaus etwa legitim, dass es auf Sumatra eine Sharia-Polizei gibt; und diese ihr gesellschaftliches und kulturelles Fundament durch Gesetze, Erlasse und Polizei schützen!
Für mich hat solches Vorgehen nichts mit Diskriminierung zu tun. Es geht vielmehr darum, den staatlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Hintergrund und damit die nationale Identität (des jeweiligen Landes) zu schützen und zu waren. Die Empörung darüber halte ich (weitgehend) für den Ausdruck mangelnden Respekts für die Sitten und Gebräuche anderer Kulturräume. Was euch als Widerspruch erscheinen mag, ist durchaus keiner; im Gegenteil.
Für mich ist es etwa selbstverständlich, dass ich mich in einem anderen „Kulturkreis“ des Landessitten anpasse. Einfach aus einem Grund: weil ich die Menschen respektiere! Ich erwarte nicht, dass man (um ein klares Beispiel zu benennen) in einem stark islamisch geprägten Land an einem öffentlichen Strand nackt baden kann – auch wenn ich persönlich das sehr angenehm finde; es ist aus meiner Sicht gerechtfertigt, dass erwartet wird, etwa ein Kopftuch zu tragen. Und wenn es Länder gibt, in denen Verhaltensweisen vorgeschrieben werden, die ich persönlich für nicht akzeptabel halte, dann bleibe ich einfach weg!
Demgegenüber habe ich gerade bei (gebildeten, erfolgreichen) Menschen die bei solchen Gesetzen von Diskriminierung sprechen, erlebt dass sie in keiner Weise bereit sind selbst solche Landesgebote, Gesetze zu respektieren. Es hat Konsequenz, ist aber nichts als Beliebigkeit! Sie scheinen nicht einmal mehr zu verstehen, dass Kultur, Sitten und Gebräuche mehr als alte Gemäuer, schöne Bilder und Skulpturen sind; sondern Identität. Und sie zu Missachten, nicht als „deren Werte“ an zu erkennen ist schliche, intellektuell getarnte Verachtung. Das – davon bin ich inzwischen Überzeugt – ist der eigentliche Nährboden des „Extremismus“.
Ja ich halte ein solches Gesetz für legitim und richtig. Aber ich verlange auch „unseren“ Respekt vor anderen Kulturen und deren legitimem Interesse ihre Lebensart zu schützen. Globalisierung ist unvermeidlich, aber das heißt nicht, dass jeder überall alles machen kann, soll und darf wie „Zuhause“ – zumindest wenn nicht alles in einem Chaos enden soll. Es kann nur bedeuten, dass wir andere Kulturen besser kennen lernen und in GEGENSEITIGEM RESPEKT AKZEPTIEREN, dass es Unterschiede gibt. Nicht der Einheitsbrei hat Würze, sondern das Besondere.
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