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Die Lage ist ernst: Kaspern wir weiter.

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Die NRW-Wahlen sind gelaufen. Was daraus wird… Warten wir es ab. Aber hat die Regierungskoalition irgendetwas „gelernt“? Nein. Es wird munter weiter ge-Merkel-t! Ja und nein, aber, doch, vielleicht … Und Tante Merkel immer schön salbungsvoll – sowas wie ein langweiliger, permanenter Kirchentag des Banalen.

Der CDU-Vize (Roland Koch, seines Zeichens Ministerpräsident in Hessen) köchelt wieder mal sein eigenes Hexensüppchen (siehe), aber wenigstens sagt er gleich was kommen wird, kommen muss: STEUERERHÖHUNGEN – was auch sonst. Während dessen Merkel-t die Staatstante, dass das alles natürlich nie der Fall sein wird und meint „Zukunft gestalten trotz sparen“. Na klasse. Ist das nicht allerliebst? Wollen wir das nicht alle? Das wie… Na ja, das würde ja eine Festlegung sein; davon mag Tante Merkel nun aber schon gar nichts wissen!

Auch Kauder (Fraktionsvorsitzender CDU/CSU) fühlt sich bemüsigt, seiner Tante Merkel bei zu eilen: „Wir sparen für die Kinder, aber wir sparen nicht an den Kindern“. Das könnte von Merkel sein. Da will doch jeder dabei sein; „ach sind wir sozial“. Wer fragt da noch: „Gut. Aber WIE werden wir die Schulden abbauen?“. Das wäre extrem unhöflich. Oder?

Aber das Beste ist der Geschäftsführer der Fraktion der Union im Bundestag Altmaier: „Sparen ist keine fiskalische, sondern eine Gestaltungsaufgabe ersten Ranges.“ Immer hin, das nenne ich profunde Kenntnis. „ Für uns zählen dazu die Bildungspolitik, die Familien- und Integrationspolitik sowie die ökologische Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft.“ Ach, ist das schon jemandem aufgefallen? Mir muss da was entgangen sein. Ist das nicht die CDU/CSU mit den „endlos Laufzeiten“ für AKWs?; den Kürzungen der Förderung der Solartechnik?; dem Ausschluss des „Islamischen Rat“ bei ihren Integrationsgesprächen…  Und dann der Satz schlechthin: „Außerdem bilden sie auch den neuen Markenkern der Union, den wir uns in den letzten Jahren hart erarbeitet haben und jetzt nicht zur Disposition stellen dürfen.“ Na, das ist mir eine Marke!

Und die Welli-FDP. Was soll man dazu noch sagen? Eigentlich: „Was juckt es die Eiche, wenn ein Schwein sich daran kratzt.“. Leider. Der Typ ist Vize-Kanzler. Und überhaupt: wer ist hier was? Na gut. Der Generalsekretär der FDP (Liberale verkneife ich mir, um das Wort nicht zu verballhornen) Christian Lindner verkündete eine Prioritätenänderung: Ein Vorschlag Wellis im Parteivorstand wäre auf breite Zustimmung gestoßen, nämlich dass die Konsolidierung der Haushalte und die Regulierung der Finanzmärkte nun Vorrang hätten. Und da verkrümelt sich der Laber-König und schickt den „General“ vor; der dann auch gleich mit “Die Steuersenkungen fallen nicht aus.” Klar macht: Merkel-n ist alles. Oder einfach: wer das Ernst nimmt, ist selbst daran schuld.

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