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Der Golf von Mexiko- bald ein Öl-Meer?

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Jetzt meint auch BP: katastrophal! – nach vier Wochen bei täglich 150.000 Liter Öl; das sind echte Schnellmerker. Das Schlimmste, die „Fachleute“ scheinen völlig überfordert und hilflos! Das alles macht den Eindruck planloser Versuch-Irrtum-Methode.

Man muss sich das Vorstellen: die Bohren in 1500m Tiefe herum und wissen nicht einmal, wie sich ein Gas-Ölgemisch (ihr Wirtschaftsgut, mit dem sie Milliarden verdienen) in dieser Tiefe verhält! Ja wie soll das Problem dann lösbar sein?

Die US-Regierung kann man sicher nicht als Kritiker dieser Art der Ölförderung bezeichnen. Um so bemerkenswert, dass selbst ihr klar wir: die haben keine Ahnung was sie tun! Der Innenminister Ken Salazar hat es auf den Punkt gebracht: “Aber habe ich Vertrauen darin, dass sie genau wissen, was sie tun? Nein.

In der angefangenen Woche will BP wieder mal einen Versuch machen: mit „schwerem Schlamm“, das in das Bohrloch gepumpt werden soll. Glaubt Ihr, dass sie wissen, wie sich dieser Schlamm in 1500m Tiefe verhält? Das ist Lottospielen mit dem Tod weiter Meeresbereiche. Mit hoher Wahrscheinlichkeit muss man mit einem Scheitern rechnen. Und dann? Der nächste und nächste und …

Was man tun soll?

Zuerst einmal alle derartige Bohrungen stoppen! Wie auch immer man die Sache betrachtet, solange für eine solche Katastrophe keine praktikable Lösung gefunden ist, ist es schlicht Hirnrissig munter weiter zu machen.

Alles Wissen bündeln. Ich meine keine Nobelpreisträger, sondern Geologen, Tiefseeforscher, Verfahrenstechniker und Materialexperten. Es ist entscheidend zu wissen, wie sich potentielle Materialien unter solchen Bedingungen verhalten.

Und selbstverständlich muss die sekundäre Katastrophenbekämpfung optimiert werden. Es hat keinen Sinn der Teufel mit dem Bellzebub  austreiben zu wollen, indem man giftige Chemikalien zur Bekämpfung eines anderen Giftes einsetzt, von dem man keine Ahnung hat, wie es sich in solchen Mengen auf den Mensch und das Ökosystem auswirkt.

Ja, und wir hier in Europa? Wir sind schockiert (hoffentlich) über diese Katastrophe, dabei ignorieren wir standhaft, dass die Nordsee mit etwa 450 Bohrinseln das wohl größte „Offshore-Fördergebiet“ der Welt ist! Wenn dort etwas Ähnliches passiert, bleibt nur eine Kloake zurück! Das sollte uns allen wirklich ängstigen!

Erst vor wenigen Tagen wurde die norwegische Bohrplattform „Gullfaks C“ aus Sicherheitsgründen teilweise evakuiert. Grund waren Störungen in dem Sicherheitssystem, das unkontrollierten Ölaustritt verhindern soll! Also bei mir bildet sich da Schweiß auf der Stirn. Da will ich schon gar nicht mehr von den geplanten Bohrungen vor Alaska sprechen.

Von DIESER Regierung können wir sicher keine Reaktion erwarten. Sie ist dermaßen mit sich selbst und der verfallenden Zustimmung beschäftigt. Für echte Problem und Risiken haben die keine Zeit. Deshalb müssen alle es zu einem Thema machen!

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