„Wir hatten das Gefühl, da muss jetzt was passieren“ sagte Zoller vom BDI (Bundesverbandes der Deutschen Industrie). Er hat das zwar ganz anders gemeint, aber genau dieser Meinung bin ich auch! Es muss Schluss sein mit einem „Freifahrtschein“ für alle, die irgendwie, irgendetwas für die Wirtschaft tun. Das ist – um jedes Missverständnis zu vermeiden – eine ganz zentrale Aufgabe! Aber eben auch ein Mindestmaß an persönlicher Integrität für einen deutschen Außenminister; insbesondere dann, wenn dieser Herr in seinen „Sozial“-Debatten“ (dieses Wort kennt er allenfalls aus dem Wörterbuch) kaum eine Verunglimpfung aus lässt.
Wenn die Ergebnisse nicht angemessen gewürdigt werden (können!), dann liegt das NICHT an der Berichterstattung, sondern an dem Verhalten, Vorgehen besagten Ministers! Solches Vorgehen kann für BDI nicht „OK“ sein, sonst… Ich hoffe, das ist nicht der Fall.
Bei allem Verständnis für die Interessen des BDI, dieser Herr ist KEIN Wirtschaftslobbyist. Es ist Bundesaußenminister! Nur so zur Erinnerung. Politik ist – zumindest noch – nicht nur Wirtschaftspolitik. An solch exponierte Vertreter, dürfen eben keine Verdreh-ter sein! Man darf nicht nur, nein, man muss, an sie gewisse grundlegende Ansprüche stellen können.
Siehe auch: Der arme, unverstandene Westerwelle.
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