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Und wieder Ärger für den DFB

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Dieser Tage macht es wohl keinen Spaß, Angestellter des Deutschen Fussball Bundes zu sein. Der weltgrößte Sportverband schlittert derzeit von einer Krise in die nächste. An eine ruhige Vorbereitung der kommenden Weltmeisterschaft ist nicht zu denken.

Angefangen hat die Unruhe im Verband mit dem Streit um die Vertragsverlängerung Jogi Löws und seinem Team. Das Hickhack um Macht und Moneten war tagelang Thema in jeglichen Medien und jedes Wort wurde von selbsternannten Experten seziert. Kaum legte man den Zwist, zumindest öffentlich, bei, kam das nächste Ungemach: Schiedsrichter-Funktionär Manfred Amerell soll einen jungen Unparteiischen sexuell belästigt haben.

Aber als wäre das Alles noch nicht genug, kommt jetzt auch  noch Sigrid Adam. Die Schlagerkomponisten dichtete ein Lied für und über die deutsche Nationalmannschaft und kam dabei auf die abwegige Idee, die Namen Ballack und Lahm zu verwenden. Adam schickte das Lied an den DFB mit der Bitte um Erlaubnis, es öffentlich vorspielen zu dürfen. Sie darf nicht. Wegen der Spielernamen und der Verwendung von Begriffen wie „Deutschland“ werde ein direkter Bezug zur Nationalmannschaft „und damit zu einem Produkt des DFB“ hergestellt. „Die Marketingrechte“, erklärt DFB-Vizepräsident Hocke, „sind geschützt, alles muss vom DFB genehmigt werden.“ Da prallen zwei Welten aufeinander. Auf der einen Seite ein Fan, der mit seinem Team fiebert und es anfeuern möchte, auf der anderen die Marketingmaschinerie des mächtigen Verbandes. Natürlich hat der DFB die Rechte an den Namen, aber man sollte doch die Kirche im Dorf lassen! Oliver Bierhoff wird als geldgeil hingestellt, weil er bei Vertragsverhandlungen mehr Gehalt fordert, aber der DFB selbst erlaubt es seinen Fans nicht, ihr Team anzufeuern: es könnte ihm ja der ein oder andere Euro durch die Lappen gehen.

Man muss einsehen, auch der Fussball wird leider längst vom Geld regiert. Dabei sollten nicht die Euros, sondern der Sport und seine Anhänger im Vordergrund stehen. Naives Wunschdenken? Mag sein. Aber ohne die Fans wäre der Sport tot und der Verband würde kein Geld verdienen. Warum also nicht mal ein Auge zudrücken, und den Anhängern was zurückgeben?

Hier gibts den Spiegel TV-Beitrag zu Sigrid Adams Angriff auf die DFB-Konten…

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