Gestern Abend wurde er gesucht, „unser Star für Oslo“. Nachdem in den letzten Jahren der deutsche Beitrag beim Grandprix d’Eurovision de la Chanson so gut wie immer vollends versagte, hat sich die ARD diesmal etwas ganz besonderes ausgedacht: Stefan Raab soll das deutsche Liedgut retten!
Einige von euch werden jetzt mit dem Kopf schütteln und sich fragen warum ausgerechnet dem selbst ernannten „König Lustig“ diese Ehre zu Teil wurde. Schauen wir uns doch mal einige Beiträge der letzten Jahre an: 2008 wurden die NoAngels letzter, 2005 erreichte Gracia grandiose 4 Punkte, usw… Das beste Ergebnis seit 2000 (als Stefan Raab übrigens persönlich den 5.Platz machte!) erzielte der von Raab entdeckte und produzierte Max Mutzke 2004. Da ist es kein Zufall, dass die ARD sich an Raab wendete. Ich bin zwar kein Fan des Grandprix, aber auch ich habe genug von Castingretorten und immer gleichen Ralph-Siegel-Songs!
Raab kann nicht nur blödeln, sondern ist auch ein anerkannter Musikproduzent. Schaut man sich seine Schützlinge an, wie z.b oben erwähnter Max Mutzke oder auch Stefanie Heinzmann, so muss man zugeben, dass er ein Gespür für gute und vor allem echte Musik hat. Er findet immer wieder Talente, die man bei DSDS vergeblich sucht (vielleicht weil sie nicht in das Blond-Busen-Schema passen?). Ich glaube, dass es eine gute Entscheidung war, Stefan Raab diese Entscheidung zu überlassen. Vielleicht wird die Veranstaltung dann auch für jüngere Zuschauer interessant. Und falls es nicht mit einer guten Platzierung klappen sollte, so gibt der Moderator jungen Talenten doch die Chance sich einem breiten Publikum zu zeigen!
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