Thomas Ruttig Ko-Direktor von „Afghanistan Analysts Network“ spricht in einem Interview aus, was wohl den meisten inzwischen klar geworden ist: zu spät für eine militärische Lösung! Und auch ich bezweifele mit dem Experten, dass es die Möglichkeit je gegeben hat! – Es sei denn man hätte aus Afghanistan ein Land ohne seine Menschen gemacht.
Ist es denn wirklich so, dass immer erst letztlich wirtschaftlicher Druck (letztlich ist es nichts anderes, denn solche Militäreinsätze sind nicht mehr bezahlbar) zu der Einsicht zwingt, dass militärische Gewalt nur in wirklichen Einzelfällen fruchtbar für Frieden und Befriedung ist? Ist es für den „Westen“ denn so schwer zu verstehen, dass es Länder mit anderen Wertvorstellungen und Normen gibt? Dass Demokratie wie wir sie verstehen eine lange Entwicklung verkörpert? Dass Marktwirtschaft kein Zwangsmittel, sondern Hilfsmittel sein sollte, muss?!
Warum sind diese – wie ich meine einfachen Zusammenhänge – so wenig in der Politik verwurzelt. Weil Politik heute zum Krisenmanagement verkommen ist? Wir so arrogant geworden sind, dass es wir keinem Staat, keinem Volk mehr erlauben wollen „irgendwie andere Konzepte“ zu versuchen? Haber wir, die Politik so wenig Vertrauen in unsere eigene Gesellschaften?
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Tags: abschied, afghanistan, Demokratie, EU, Gesellschaft, Marktwirtschaft, mensch, Politik, US, volk















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