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Die Gedanken einer Fliege Teil 2- Warum die Schweiz Angst vor Minaretten hat

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Fliege2 Die Gedanken einer Fliege Teil 2  Warum die Schweiz Angst vor Minaretten hatIm ersten Teil meiner Wiedergabe der Gedanken Jürgen Flieges ging es um die Frage ob man sonntags shoppen sollte oder nicht. Heute widme ich mich der Meinung, die der TV-Pfarrer zu dem Schweizer Minarettverbot äußerte.

Ein Argument für das Verbot das man in diesen Tagen häufiger von den Eidgenossen zu hören bekommt, ist die Angst, dass die Trennung von Staat und Kirche verblasst. Diese Angst ist meiner Meinung nach völlig unbegründet und auch falsch argumentiert. Nehmen wir als Beispiel Frankreich: Dort wird vehement auf den Erhalt der „Laïcité“, der Trennung von Staat und Kirche, geachtet. Trotzdem gibt es dort selbstverständlich auch Moscheen, Minarette usw. Die Tatsache, dass irgendwo ein Kirchturm steht, welcher Art auch immer, hat doch nichts mit der Aufhebung dieser Trennung zu tun! Auf den ersten Blick stimmt mir Fliege hier zu. Für ihn kann die Trennung von Staat und Kirche nicht der Grund sein. Das war es dann aber auch schon mit den Übereinstimmungen. Der Herr Pfarrer zeigt Verständnis für unsere Nachbarn und führt als Argument die Angst vor der Überfremdung an. Überfremdung der Art, dass „Minarette ja nicht ein Türmchen seien, sondern auch ein Penis, Männer und Macht.“ Ok, aber was ist dann der christliche Kirchenturm? Allein diese Aussage zeigt doch, dass der ach so weltlich daher kommende Herr Fliege auch über ein festgefahrenes, vorurteilsbehaftetes Schwarz-Weiß, Gut-Böse Denken verfügt: Der Islam ist fremd und einnehmend und daher potential gefährlich. So ein Schwachsinn! Gefährlich werden kann er nur dann, wenn man ihn von der Gesellschaft ausgrenzt! Nach dem Motto „aus den Augen, aus dem Sinn“ verbietet man Minarette und schiebt den muslimischen Glauben in dunkle Hinterzimmer ab. Hier steckt doch die Gefahr, dass radikales Gedankengut heranwächst! Man verlangt von den Muslimen, dass sie sich integrieren und wenn sie es dann tun möchten, verhindert man es durch solche Entscheidungen.

Die von Fliege angeführte Angst, die die Schweizer vor dem Aufzwingen der muslimischen Tradition hätten ist ebenso an den Haaren herbeigezogen wie die Befürchtung, als Christen in die Minderheit zu geraten. Hallo, wir sprechen hier nicht von dem Einmarsch der Taliban über die Alpen, sondern lediglich von dem Bau kirchlicher Gebäude! Wenn man es genau nimmt, müsste man jeden Bauantrag für eine christliche Kirche oder auch eine Synagoge ebenso ablehnen. Ich finde die Reaktionen der Politik, sowie der Gesellschaft auf dieses Verbot viel zu milde. Man könnte auch fragen „welche Reaktion?“ Man stelle sich nur mal vor was los wäre, wenn man den Bau von Synagogen verboten hätte…!

Sein Gefasel krönt Pfarrer Fliege mit einem Widerspruch. Auf der einen Seite hätte die Kirche ja gar keine Macht gegenüber dem Staat (ja nee, is klar…siehe Teil 1), auf der anderen Seite bestärkt er die Schweizer jedoch in ihrer Angst, dass die Gesetze dem Fremden namens Islam angepasst werden könnten und dieser dann das Sagen hätte…Oh mein Gott, das klingt ja schon fast nach Geert Wilders!

Das Minarettverbot ist eine Schande und fördert alles, nur nicht das friedliche Zusammenleben der Religionen! Solche Abstimmungen sind Wasser auf die Mühlen islamfeindlicher Politiker, wie der eben erwähnten Goldlocke Wilders. Aus Unwissenheit entsteht oftmals Angst und aus Angst viel zu schnell Hass. Seid offen für Neues und beschäftigt euch auch mit anderen Kulturen. Der Nahe Osten hat mehr zu bieten als gutes Essen und Terror!

Ein herrliches Video zum Thema gibts von extra3

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2 Antworten zu “Die Gedanken einer Fliege Teil 2- Warum die Schweiz Angst vor Minaretten hat”

  1. dr. klipundklar sagt:

    Seb, was “die Fliege” betrifft- Na, dazu will ich nichts sagen, was mehr als genug ist.
    Doch welches Problem hast Du mit dem schweizer “Minarettverbot”? Hier geht es darum, dass sich eine Staatsgemeinschaft dazu mehrheitlich entschlossen hat, keine Minarette zu zu lassen. Und wenn sie sich Morgen entschließen, dass Fußballfelder bei ihnen nur rund sein dürfen, ist das IHRE Entscheidung. Plädierst Du wirklich dafür, dass der “Rest der Welt” zu solchen Enscheidungen ihren Segen geben muß?!
    Freilich darf man das auch als “Außenstehender” kommentieren, und seine Meinung sagen, aber wir müssen endlich akzeptieren, dass ein souveräner Staat natürlich das Recht hat seine eigenen inherenten gesellschaftlichen Vorstellungen zu realisieren. Auch wenn es uns hier nicht passt!

  2. dr. klipundklar sagt:

    Hallo Seb,
    ich stimme Dir zu, dass Schwule sicher genauso gut oder schlecht spielen wie Heteros. Bestimmt ist Homosexualität kein Grund, nicht in der Liga zu spielen. Aber-
    Ich glaube, dass es unsinnig ist, von diesen entsprechenden Spielern ein „Outing“ zu „erwarten“. Das ist ihre Sache. Zudem ist Fußball – in der Liga – eben kein Freizeitsport; hier geht es um Geld, sehr viel Geld. Wie bei allen „Produkten“ die auf eine entsprechende Nachfrage angewiesen sind, kann man sich (in den seltensten Fällen) seine „Konsumenten“ aussuchen. Daher bestimmen die Fans und die Zuschauer, wen und was sie sehen wollen! Und ich finde das auch Richtig.
    Ich bin davon überzeugt, dass es das „Problem Schwul“ (oder Lesbisch, was sonderbarer Weise auch öffentlich keins zu sein scheint) so gar nicht gibt! Einmal muss nicht jeder Schwule eine entsprechende „Fahne“ vor sich her tragen und zum andern ist es jedem unbenommen, Schwule nicht zu mögen!
    Was soll der Quatsch, dass man heute meint alles müsse von jedem für gut befunden werden! Und man dürfte nicht mehr sagen, wenn einem (selbst, ganz persönlich) etwas nicht passt, ablehnt, ja sogar (in den gesetzlichen, gesellschaftlichen Grenzen) bekämpft. Es ist das Recht eines Schwulen, einer Lesbe Heteros nicht zu mögen, ja sie zu meiden… Und umgekehrt. Und es ist eines jeden Recht, seine sexuelle Ausrichtung publik zu machen, oder eben nicht.
    Heute wird jede persönlich Einstellung, die sich von der Beliebigkeit abhebt, unbesehen als „Diskriminierung“ abgestempelt. Es ist KEINE Diskriminierung, wenn man Schwule nicht mag. Was um alles in der Welt soll das?! Ja, es ist auch das Recht (und das gibt es wirklich) eines Schwulenunternehmers bevorzugt Schwule ein zu stellen; ebenso ist es das Recht anderer Unternehmen dies nicht zu tun. Und beide dürfen das sagen, oder eben nicht! Das gilt auch für Fußballvereine.

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