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Die Apokalypse im Namen der Wissenschaft

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apokalypse 150x150 Die Apokalypse im Namen der Wissenschaft Nach mehr als einem Jahr Reparaturphase ist Ende November vom CERN, der Europäische Organisation für Kernforschung, der Teilchenbeschleuniger wieder erfolgreich in Betrieb genommen worden. Im sogenannten Large Hadron Collider, kurz LHC, werden Protonen fast auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und mit einer noch nie auf der Erde erzeugten Energiedichte zur Kollision gebracht. Die CERN-Forscher erhoffen sich mit diesem Experiment, das Higgs-Teilchen nachweisen zu können, das bisher nur theoretisch existiert und das letzte noch fehlende Teilchen des „Standardmodells“ der Elementarteilchenphysik darstellt.

Noch nie wurde bisher ein Experiment dieser Größenordung durchgeführt und so sind die Wissenschaftler am Genfer CERN selber gespannt, was sie dabei entdecken werden. Viele Forscher halten die Entstehung von winzig kleinen Schwarzen Löchern für denkbar. Von denen wissen selbst wir Normalbürger spätestens seit Star Trek, dass diese astronomischen Objekte aufgrund ihrer unendlichen Dichte eine so starke Anziehungskraft besitzen, dass sie alle Materie, die in ihre Nähe kommt, verschlingen – von Raumschiffen bis ganzen Planeten. Natürlich kann man nicht alles glauben, was im Fernsehen so alles ersponnen wird. Raumschiff Enterprise und Star Trek allerdings wurden immer wieder von Forschern für Ihre Exaktheit im Bereich des wissenschaftlich Möglichen gelobt.

Die Existenz Schwarzer Löcher ist keine Theorie und sie könnten in den nächsten Jahren bei den Experimenten in Genf erzeugt werden. Am CERN heißt es zwar, der LHC sei sicher und jedes Risiko reine Fiktion. Doch es gibt auch einige Wissenschaftler, die glauben, es sei nicht auszuschließen, dass solche winzigen Schwarzen Löcher einfach durch zufällige Begegnung mit Materie anwachsen und schließlich (in einer nicht kalkulierbaren Zeitspanne) zur Zerstörung der Erde führen könnten. Es mag wahnwitzig klingen, doch die Risikounterschätzung im Namen der Forschung ist keine Seltenheit. So erinnert DER FREITAG:

“Solche Experimente sind doch Wahnsinn, schließlich lassen genügend Fälle für die verheerenden Irrtümer der Wissenschaft finden. Wie zum Beispiel 1954 das „Castle Bravo Experiment“, bei dem die Sprengkraft der getesteten Wasserstoffbombe ganz einfach falsch kalkuliert worden war und in der Folge hunderte Menschen eine tödliche Strahlendosis erlitten.”

Auch wenn das Worst-Case-Szenario “Zerstörung der Erde” sehr nach Science Fiction klingt, es ist mehr als unheimlich, dass in Genf und anderswo, Forscher in ihrem Eifer nach neuen Erkenntnissen und Entdeckungen, die ja durchaus wissenschaftlich belegbaren Risiken abtun und vernachlässigen. Scheint es sich im Falle des LHC-Experiments doch so zu verhalten, dass zum möglichen Ausgang ganz einfach unterschiedliche Theorien existieren, von denen bisher keine zu beweisen ist. Man muss kein Genie sein, um angesichts dieser Ausgangssituation, Zweifel an der Harmlosigkeit der CERN-Forschungen zu entwickeln. Mein Vertrauen in die Wissenschaft hält sich jedenfalls in berechenbaren Grenzen.

Weitere Beiträge und Diskussionen zum neuen CERN-Projekt findet Ihr auf Readers Edition und dem Satire-Blog Lupe.

Bild: Apocalypse film von kevindooley, Lizenz: CC

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Eine Antwort zu “Die Apokalypse im Namen der Wissenschaft”

  1. notepad sagt:

    Lesen Sie den ganzen Artikel mit allen Medienreferenzen auf:
    http://www.stopcern.com

    CERN LHC = Gefahr? notepad
    März 2008 bis Heute

    Dezember 2009

    Am 3. Dezember 2009 schreibt Golem.de ‘Stromausfall am LHC’ und RP schreibt ‘Die größte Maschine der Welt läuft wieder: Hurra?!!?!’.

    Am 4. Dezember schreibt suite101 ‘Schwarze Löcher sind harmlos’ und die Junge Welt publiziert ‘Gott würfelt nicht. Es darf schon aus Gründen des Stils nicht sein, daß er es diesen Zauberlehrlingen überläßt, den Weltuntergang zu inszenieren.’

    Am 5 Dezember schreibt Readers Edition ‘Mit 85prozentiger Wahrscheinlichkeit wird es keinen Weltuntergang geben’.

    Am 6. Dezember publiziert achtphasen ‘O. E. Rössler | Wie ein bisher übersehenes Einsteinresultat das LHC-Experiment maximal gefährlich erscheinen lässt’.

    Am 10. Dezember schreibt 20min.ch ‘Die Schweiz ist schuld!’ und Webhole schreibt ‘Wurmloch über Norwegen’.

    Am 15 Dezember publiziert Shortnews ‘CERN: Teilchenbeschleuniger wird wieder abgeschaltet’.

    November 2009

    Am 4. November 2009 publiziert Zeit Online ‘Die Urknall-Maschine ist fit’.

    Am 24 November schreibt Freitag.de ‘die kürzlich eingereichte Beschwerde gegen CERN beim UN Ausschuss für Menschenrechte’.

    Am 17. November publiziert Pierre Markuse ‘Entweder es zerfällt spontan, wie es Hawking postuliert hat. Oder es wächst unaufhörlich. Dann könnte es zu einer globalen Katastrophe kommen’.

    Am 30. November schreibt AFP ‘Teilchenbeschleuniger LHC stellt Energie-Weltrekord auf’.

    Oktober 2009

    Am 10. Oktober 2009 schreibt Der Stern ‘Polizisten haben einen 32-Jährigen festgenommen, der nicht nur für den weltgrößten Teilchenbeschleuniger, sondern auch für das Terrornetzwerk Al Kaida gearbeitet haben soll’.

    Am 15. Oktober schreibt Grenzwissenschaften Aktuell ‘Verhindert die Zukunft den Start des Teilchenbeschleunigers LHC?’.

    Am 17. October publiziert Readers Edition ‘Wollte Al-Qaida die Kontrolle über das Urknall-Experiment übernehmen?’

    Am 19. Oktober publiziert 20min.ch ‘In Genf ists kälter als im All’.

    Am 20. Oktober schreibt tagesschau.de ‘Der Fluch der Bosonen’.

    Am 27 Oktober publiziert 20min.ch ‘In aller Stille hat das Cern letzten Freitag mit ersten Tests im Teilchenbeschleuniger LHC begonnen’ und mit ‘dem LHC werden auch die Kritiker wieder aktiv, die diesen für hochgefährlich halten: Die Wissenschafter-Vereinigung LHC-Kritik plant, bei den Vereinten Nationen eine Menschenrechtsklage einzureichen.’

    Am 28. Oktober schreibt ShortNews ‘Cern schaltet auf stur: Teilchenbeschleuniger LHC startete heimlich’.

    Lesen Sie den ganzen Artikel mit allen Medienreferenzen auf:
    http://www.stopcern.com

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